Soziale Ausgrenzung

Die Überschrift klingt schon so „Ach, eigentlich will ich das nicht lesen, aber es könnte ja tatsächlich interessant sein“. Ich will hier auch gar nicht mit irgendwelchen fachlichen Begriffen umher werfen. Allerdings werde ich euch die Sichtweise einer Sandburgenbauenden Mami mit Adleraugen erzählen. Eine Sichtweise, die ich anderen Leuten gerne mal wünschen würde.

Kreative Brutstätte Sandkasten

Seit mein Junge im Sand krabbeln kann sind wir beide, manchmal auch noch Papa, volle Kanne im Sand. Natürlich auf unserem Spielplatz. Also nicht unserem, aber jenen, den wir auserkoren haben „Unseren“ zu nennen, direkt hinter dem Haus. Ich spiele gerne im Sand, baue Burgen, Graben, Sandfiguren… mein Junge auch, ab und an mal. Meist aber rutscht er lieber, beobachtet andere Kinder…. oder noch viel schlimmer: ER WILL MIT IHNEN SPIELEN! Shit.

Mein nettes Kind

Mein Junge spielt gerne mit anderen Kindern, obwohl er erst 2 ist. Er lacht, rennt und spielt eben gerne mit anderen. Find ich super. Er teilt auch gerne alles. Buddelzeug, Auto, Ball und sogar seine Kekse wenn man ihn fragt. Manchmal, da kommen auch Kinder an, die sich einfach seiner Spielsachen bedienen und damit wegrennen. Finde ich übrigens nicht so toll und behalte sie mit grimmigen Adleraugen im Blick. Mein Junge dagegen läuft einfach hinterher, nimmt es sich zurück oder spielt mit ihnen. Es gab diesbezüglich nie Drama.

Mein ausgestoßenes Kind

Nun zurück zu dem „Shit, mein Kind will mit anderen Kindern spielen!“. Eigentlich ist der Satz für mich irrelevant. Weil ich es ja toll finde. Aber sehr oft hat mein Junge nun schön „Körbe“ bekommen.  Nehmen wir den heutigen Spielplatz-Tag als bsp.: Ein Kind spielt Ringe werfen. Sam findet das interessant geht hin und fragt „Mitspielen darf bitte?“. Das Kind ignoriert ihn. Das Kind wirft die Ringe, mein Junge hebt sie auf, hält sie dem Kind hin und sagt „Bitte.“ Das Kind greift es ihm aus der Hand, sammelt alles ein und bringt es zur Bank zu seiner Mutter. 2. bsp.: ein kleines Mädchen, etwas älter als Sammy, sitzt mit ihrem Buddelzeug rum. Er fragt erneu… „Mitspielen darf bitte?“. Mädchen eifert ihrer großen Schwester nach und bringt ihre Sachen in „Sicherheit“. Das waren nur 2 der Besispiele denen ich tägl. gegenüber stehe. JEDER will mit den Sachen meines Kindes spielen, aber keiner will mit meinem Kind spielen bzw. ihre Sachen mit ihm teilen. Mein Kind wird mehrmals auf dem Spielplatz von Anderen abgewiesen.

Wann beginnt die soziale Ausgrenzung

Ich frage mich, wann beginnt es? Warum beginnt es? Was kann man dagegen machen, dass das eigene Kind nicht überwiegend negative Erfahrungen in Sachen Zusammenspiel machen muss. ich spiele sehr gerne mit meinen Jungen, aber irgendwann wird er das sicher nicht mehr wollen. Es bricht mir mein Herz jedes mal mitansehen zu müssen, dass mein Kind am Rande steht und traurig anderen Kindern beim spielen beobachten muss, weil diese ihn nicht dabei haben wollen. Dabei ist übrigens das Alter egal, denn alle aufwärts 2 hat er durch gefragt. Selten haben wir, besser gesagt – ER, das Glück, dass jemand da ist, der mit ihm spielen mag. Es wärmt mir das Herz wenn er mit einem Spielkameraden durch den Sand rennt und beide herzhaft lachen, weil es anscheinend witzig ist „Fange“ zu spielen.

Ich wünsche mir…

dass mein Junge in Zukunft mehr möglichkeiten haben wird um mit anderen Kindern zu spielen. Denn egal wie freundlich er zu irgendwen war, er wurde meist dafür „bestraft“. Ich denke zwar, dass es mich als Mami mehr trifft als meinen Sohn… aber wer mag schon Ablehnung?

Habt ihr auch schon solch Erfahrungen machen müssen? Oder gehören eure Kinder eher zu den „Alleinspielern“?

 

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